World Beer Cup 2018

Unser Biersommelier beim größten Bierwettbewerb der Welt

Was für eine Ehre, unser Biersommelier Michael war als Jury-Mitglied beim diesjährigen World Beer Cup dabei – der größte Bierwettbewerb der Welt!

Beim World Beer Cup 2018 haben rund 300 Jurymitglieder an drei Tagen 8.300 eingereichte Biere aus aller Welt verkostet. Wir freuen uns sehr und sind sehr stolz auf unseren Kollegen, dass er beim weltweit größten Bierwettbewerb dabei sein durfte.

Nach seiner Rückkehr waren wir natürlich neugierig und haben Michael ein paar Fragen gestellt. Die Antworten wollen wir Dir nicht vorenthalten!

Wo fand der „World Beer Cup“ genau statt?

Der World Beer Cup wird alle zwei Jahre von der Brewers Association in den USA ausgetragen. Er findet immer in Verbindung mit der Craft Brewers Conference statt – das ist eine wichtige Messe, bei der sich das „Who is Who“ der Craft Beer Szene in den USA trifft. Dieses Jahr war der Austragungsort des World Beer Cups Nashville in Tennessee, die „Music City“.

Wie war es, am größten Bierwettbewerb der Welt teilzunehmen?

Ganz klar – bei so einem Wettbewerb in der Jury zu sitzen, ist die größte Ehre, die es gibt. Bereits letztes Jahr habe ich eine Mail von Chris Swersey bekommen, er ist der World Beer Cup Organisator der Brewers Association. In der Mail hat er mir zugesichert, dass ich 2018 in der Jury dabei bin. Da schlug mein Herz schon ein bisschen höher.

Vor Ort schaut man sich erst einmal um, wie der Wettbewerb funktioniert. Aber ich habe mich schnell eingefunden, es war ja nicht meine erst Jury-Funktion bei einem Bierwettbewerb. Interessant ist beim World Beer Cup die Nationenvielfalt der Jury. Die rund 300 Jury-Mitglieder kommen aus 33 verschiedenen Ländern und jeder hat interessante, unterschiedliche Ansichten.

Wie viele Biere aus wie vielen Ländern wurden insgesamt verkostet?

Insgesamt wurden 8.234 Biere eingereicht, das ist eine stolze Zahl. An drei Tagen finden von 8.45 Uhr bis circa 17.00 Uhr die Verkostungen statt. Jeder Vormittag und Nachmittag besteht aus circa 3 Flights. Hinter jedem Flight versteckt sich ein Bierstil und pro Flight gibt es zwischen 8 – 12 Proben. Alle Biere werden verkostet und zum Schluss entscheidet man, welche Biere in die nächste Runde kommen.

Was hat Dich besonders beeindruckt?

Besonders beeindruckt hat mich die Atmosphäre bei diesem großen Wettbewerb. Außerdem war es sehr interessant, den Craftbier-Markt in den USA zu sehen. Ich fand es z.B. sehr faszinierend, wie man die Bewegung im Craftbier-Markt spürt. In den USA gibt es eine steigende Anzahl an kleinen Brauereien. Und ich war sehr überrascht, dass es eine deutlich gestiegene Nachfrage nach guten und süffigen Lagerbieren gibt.

Natürlich ist auch die USA generell sehr beeindruckend. Alles ist größer und pompöser: der Wettbewerb, die Biere, die Bars, die Tapas, die Flaschenbiere und und und …

Welche Bierstile durftest Du verkosten?

Am Freitag standen diese Bierstile auf dem Programm: American-Style Pale Ale, American-Style Lager or Cream Ale, American-Style IPA, Dark Lager, Belgian-Style Tripel und Imperial IPA. Samstag ging es weiter mit den Stilen International-Style Pilsner, English-Style Brown Ale, Double Red Ale, American-Style Strong Pale Ale und Munich-Style Dunkel, hier sogar mit Halbfinale und Finale. Am Sonntagvormittag habe ich die Bierstile Session Beer, Other Belgian-Style Ale und Imperial Red Ale verkostet. Und am Sonntagnachmittag hatte ich an einem rein deutschsprachigen Tisch das Halbfinale und das Finale in der Kategorie Kellerbier/Zwickelbier.

Nach welchen Kriterien wurden die Bier bewertet?

Pro Flight bzw. Kategorie gibt es je nach Anzahl der eingereichten Biere zwischen zwei und drei Biere, die in die nächste Runde kommen. Insgesamt muss ein Bier zwischen 2 und 3 Runden überstehen, um ins Finale zu kommen. Zu jedem Bier wird ein Zettel ausgefüllt, bei dem es um Aroma, Geschmack, Bittere, Aussehen, Harmonie und Bierfehler geht. Jede Kategorie hat Vorgaben, in welcher Range sich das Bier z.B. beim Alkoholgehalt, der Farbe oder den IBU bewegen darf und welche Aromen erlaubt oder nicht erlaubt sind.

Hattest Du die Möglichkeit, auch etwas von den USA und Nashville zu sehen?

Am Tag vor den Verkostungen ging es mit den Jury-Kollegen auf eine Brauerei-Tour und wir durften die Bierluft rund um Nashville schnuppern. Nashville ist die „Music City“ und das merkt man recht schnell. Es gibt sehr viele Bars, die immer sehr voll sind und überall wird Country Music gespielt. Man hört Musik von früh bis abends und zwar so, dass man das selbst im Hotelzimmer mitbekommt. Wer in USA Spaß haben will, der muss unbedingt nach Nashville. Dort gibt es immer etwas zu Erleben.

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