Maisel & Friends goes Brussels

Unsere bierige Vertretung in der EU-Hauptstadt

Aber nicht im politischen Sinne.

Unser Biersommelier Michael nimmt an der Brussels Beer Challenge 2016 teil – als einer von nur drei deutschen Juroren.
An 3 Tagen verkosten 80 internationale Jurymitglieder nahezu 1.200 Biere aus aller Welt.

Wir freuen uns sehr, sind auch ziemlich stolz auf den Kollegen in diesem auserwählten Kreis und freuen uns auf einen detaillierten Bericht!

Brussels Beer Challenge Maisel & Friends
Michael König als einer von nur 3 deutschen Juroren

Nach seiner Rückkehr haben wir Michael mit unseren neugierigen Fragen gelöchert, denn es ist schon eine große Ehre als einer von nur 3 deutschen Judges an einer solch renommierten Veranstaltung teilzunehmen. Die Antworten wollen wir Euch nicht vorenthalten…

Wo fand die „Brussels Beer Challenge“ genau statt?

Die „Brussels Beer Challenge“ findet jedes Jahr in einer anderen belgischen Stadt statt. Zum fünften Geburtstag ist sie zurück an den Ursprung nach Brüssel gekommen. Mitten in der Stadt ist die Brüsseler Börse, diese steht schon seit mehreren Jahren leer, und genau dort fanden die Verkostungen statt. Das Gebäude sieht etwas aus wie ein riesiger Tempel oder Palast. Zurzeit plant man auch den Umbau der Börse in ein Biermekka, das Projekt nennt sich „Belgian Beer Palace“. Ab 2019 soll das ein weiterer touristischer Anziehungspunkt im Herzen Brüssels werden.

Wie war es, an einer so großen und internationalen Beer Challenge teilzunehmen?

Beeindruckend, spannend und sehr lehrreich. Die Jury bestand aus anerkannten Biersommeliers, Experten und Bier-Enthusiasten, die aus vielen Ländern kommen. Selbst aus Japan, China, Taiwan, Brasilien, Chile und USA kamen einige Mitglieder der Jury. Als einer von nur drei deutschen Jurymitgliedern fühlt man sich dort schon etwas geehrt. Die Brussels Beer Challenge war wirklich top organisiert, die Logistik während der Verkostung hat super funktioniert, aber auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen!

Was hat Dich besonders beeindruckt?

Belgien ist immer wieder beeindruckend mit seiner ganz eigenen Bierkultur. Man sieht Menschen mittags ein Sandwich essen und dazu ein Trappistenbier von Chimay Grand Reserve trinken. Das ist schon was Besonderes für uns, das Bier hat 9% und es wird genossen – nicht einfach nur reingeschüttet. Auch in der Gastronomie hat Belgien immens viel zu bieten, Biervielfalt ist nicht außergewöhnlich sondern eher Standard, auch ist es dort in der Gastronomie kein Problem, mehr als 20 verschiedene Gläser zu handlen. Vor Ort spürt man ganz deutlich den Stolz der Belgier für ihr Bier.

Welche Bierstile durftest Du verkosten?

Am ersten Tag hatte ich den Bierstil „IPA American Style“, am zweiten Verkostungstag waren es „Session IPAs“ und am dritten Tag kam ein Klassiker „German Style dunkler Bock/Doppelbock“.

Nach welchen Kriterien wurde bewertet?

Zuerst nach dem äußeren Erscheinungsbild, also Schaum, Farbe, Spritzigkeit. Danach wurde das Aroma beurteilt. Es wurde vor allem darauf geachtet, ob diese dem jeweiligen Bierstil entsprechen und ob das Bier Off-Flavour, also Fehlaromen, hat. Mit dem Probieren geht man auf die Punkte Geschmack und Qualität ein, hier spielen vor allem das Mundgefühl, die Aromen und Fehlaromen, die Balance und die Drinkability eine Rolle. Zum Schluss wurde noch bewertet ob das Bier der jeweiligen Kategorie entspricht.
Die Jurymitglieder an meinem Tisch waren aus USA, Belgien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Eine spannende Zusammensetzung, denn die kulturellen Unterschiede in Bezug auf Bier waren bei den jeweiligen Ländern recht groß.

Hattest Du die Möglichkeit, auch etwas vom bierigen Brüssel zu erleben?

Na klar! Da sollte man sich einiges in Brüssel ansehen, wenn man Bierfan ist. Z.B: das Delirium Cafe mit seinen über 1000 Bieren auf der Karte oder die anderen berühmten Bierlokale Monk oder Moeder Lambic.

Das Rahmenprogramm der Brussel Beer Challenge war echt super, wir haben die weltbekannte Lambic Brauerei Lindemans besucht und natürlich andere aufstrebende Brauereien in der Stadt wie das Brussels Beer Project oder Brasserie de la Senne oder En Stoemelings. Zum Abschluss gab es am Sonntagmittag noch ein Dinner in der Brewdog Bar in Brüssel.

Fazit: Belgien ist immer eine Reise wert!

Brussels Beer Challenge 2016
Kollege König auf der Brüssel Beer Challenge 2016
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